Jeans kaufen

Kaum ein Kleidungsstück wird so häufig gekauft, wie eine Jeans. Sowohl Männer als auch Frauen greifen gleichermaßen zu diesem berühmtem Kleidungsstück. Aber so oft eine Jeans auch gekauft wird, so strapaziös ist der Kauf meist auch. Es zwickt in den Knien, der Bund ist aber zu weit und der Schnitt ist nochmal eine ganz eigene Frage. Da kommt ein Ratgeber für den Kauf von Jeans gerade Recht.

Worauf sollte ich beim Kauf einer Jeans achten?

JeansBeim Kauf einer Jeans sollte auf verschiedene Aspekte geachtet werden. Zunächst muss der Schnitt gewählt werden. Ob Bootcut oder Skinny hängt vom persönlichen Geschmack und den Style – Kombinationen ab. Die Farbe ist ebenfalls eine Frage der persönlichen Wahl. Doch ganz egal, welcher Stil beim Jeanskauf gewählt wird, auf Qualität sollte in jedem Fall Wert gelegt werden. Dabei muss es nicht immer das teuerste Modell sein, auch günstigere Artikel können den Träger oder die Trägerin gut und zuverlässig kleiden. Eventuell wird eine Jeans im Used Look gewünscht. Hierfür gibt es eine große Auswahl an Stilen und Schnitten. Manchmal kann es aber auch sinnvoll sein, eine „normale“ Jeans mit eigenem Engagement in einen Used Look zu verwandeln. Schleifpapier reibt den Stoff auf und erzeugt lose Fäden. Wenn du ein richtiges Loch erzeugen möchtest, greif doch zur Schere und schneide drauf los. Und wenn die Jeans ein wenig heller werden soll, dann ist ein bisschen Bleichmittel das Richtige. Du siehst, eine Schere und ein wenig Bleichmittel können Löcher, Farbveränderungen und lose Fäden erzeugen. Werde einfach ein wenig kreativ, dann hast du bald aus einem Modell von der Stande deine ganz persönliche Jeans Design.

Welche Qualitätsmerkmale gibt es?

Bei einer Jeans gibt es verschiedene Qualitätsmerkmale, die du beachten solltest, um ein hochwertiges Stück zu erstehen. Der Preis allein ist dabei nicht entscheidend, oft sind ganz günstige Artikel von sehr guter Qualität. Achte zunächst auf die Reißverschlüsse und die Nähte. Sind die Reißverschlüsse leichtläufig oder klemmen sie schnell? Sind die Reißverschlüsse mit Zähnchen aus Metall versehen oder hat der Hersteller auf das billigere, aber weniger stabile Plastik zurückgegriffen? Bei den Nähten solltest du darauf achten, dass die Stiche gleichmäßig, klein und ohne Überlagerungen gearbeitet sind. Große Stiche machen die Naht unstabil und zeugen davon, dass der Hersteller am Faden sparen wollte. Überlagerungen beweisen, dass der Faden beim Verarbeiten oft gerissen ist. Kein Zeichen für lange Haltbarkeit! Auch auf die Auswahl des Stoffes sollte geachtet werden. Strechige Stoffe sind beispielsweise figurfreundlich. Ist der Elasthananteil aber zu hoch, verliert die Jeans schnell dauerhaft ihre Form. Ein hoher Baumwollanteil ist zwar weniger stärker an den Schnitt gebunden, dafür aber robuster und lohnt sich daher gerade bei aktiven Menschen oder Kindern, die ihre Hose großen Belastungen aussetzen.

Welche Passformen gibt es? (Herren & Damen)

Egal ob für Männer oder Frauen: Die Passformen der Jeans sind äußerst variabel! Zunächst können unterschiedlich hohe Bünde gewählt werden. „High Waist“ geht dabei bis über die Hüfte und verdeckt den Bauchnabel. „Low Waist“ ist sehr tief angesiedelt, sitzt ganz knapp auf den Hüftknochen und gibt unter Umständen einen Blick auf darunterliegende Kleidungsstücke frei. Bei einem kurvigeren Körperbau sollten hohe schnitte gewählt werden, um die Hüfte angenehm zu umschließen. Bei Low Waist besteht sonst die Gefahr von „Speckröllchen“. Auch die Beinformen können unterschiedlich gehalten sein. Klassisch „Skinny“ oder sogar „super Skinny“ bezeichnet die hautengen Jeans, die fast an eine Leggins denken lassen. Diese Jeans sind besonders gut in Kombination mit weiten Oberteilen und zum Tragen in den Stiefeln geeignet. „Straight“ bezeichnet einen sehr geraden Schnitt, der meist von Männern gewählt wird. Der puristische Look wirkt immer gut, ohne übertrieben modisch zu erscheinen. Für einen lässigeren Style, gerade bei Frauen, empfiehlt sich „Bootcut“, was weite Hosenbeine bezeichnet. In Verbindung mit einer lässigen Bluse und schicken Pumps wird ein lockerer, aber durchaus sexy Look erzielt. Wer gern ein modisches Statement setzen möchte, greift zu „Marlenehosen“, die nicht nur am Unterschenkel, sondern über die ganze Länge sehr weit geschnitten sind und an die Stilikone erinnern, die ihren Namen für den Schnitt verleiht. Für Freizeitaktivitäten empfiehlt sich hingegen der „Boyfriend“ Style, der wirkt, als hätte Frau mal eben eine Jeans aus dem Schrank ihres Freundes gemopst. Für den Sommer können „Turn-Up Legs“ eine gute Alternative sein, die dank umgekrempelter Aufschläge meist als 7/8 Hose auftreten. Und wer auf einen leicht orientalischen Touch steht, sollte zu den sogenannten „Tapered Legs“ greifen, die weiten Hosenbeine mit dem Bündchen.

Welche Größenangaben gibt und wie sind diese zu verstehen?

Die Größenangaben der Jeans sind viel komplexer als normale Konfektionsgrößen. Zwar gibt es auch Jeans in den gängigen Größen, für einen besseren Sitz sollte aber auf Größen zurückgegriffen werden, die sich aus zwei Zahlen zusammensetzen, wie zB. 25/30. Die 28 gibt dabei die Weite des Bundes an, die 30 die Länge. Die Länge bezieht sich dabei auf das Maß von Schritt bis Knöchel, die Weite auf den Umfang der Hüfte. So kann auch auf die Angabe von Kurz- oder Langgrößen verzichtet werden, da theoretisch jede Kombination von Breite und Länge denkbar ist. Bei berühmten Bekleidungsketten, sind meist nur die häufigsten Kombinationen vorrätig, speziellere werden eher nicht produziert. Die großen Hersteller von Jeans überzeugen jedoch durch eine besonders umfangreiche Bandbreite, die jeden Träger das richtige Exemplar finden lassen.

Levis, Tommy Hilfiger und Diesel

Die Jeans von Levis nahmen bei einem fränkischen Brüderpaar, das um 1850 nach Amerika auswanderte, ihren Anfang. Zunächst wurden nur Overalls hergestellt, mit der Zeit wurde die moderne Jeans entwickelt. Heute ist Levis der erfolgreichste Hersteller von Jeans, der vor allem durch sein Modell Nr. 501 Berühmtheit erlangte. Auch Tommy Hilfiger vertreibt Jeans, auch wenn sie nicht sein einziges Produkt darstellen. Der Designer machte sich in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts einen Namen, als er einfache Jeansmodelle einkaufte, veränderte und dann weiterverkaufte. Aus den 150 Dollar Startkapital wurde mit der Zeit eines der erfolgreichsten Unternehmen, das Kleidung im Vintage und All American Style vertreibt. Bei Diesel handelt es sich nicht nur um einen Kraftstoff, sondern auch um ein berühmtes italienisches Modelabel, das ebenfalls für seine Jeans bekannt ist. Diesel überzeugt dabei vor allem durch seine große Bandbreite an Modellen. Vom einfachen Jeansmodell für Jugendliche bis hin zum Premiumexemplar für Herren und Damen sit alles dabei.